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GRUNEN

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Du sollst nicht bauen wider meinem Worte

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n_wilson

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Banner City Journal Entry No. 3

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Nach Jahrhunderten des Schlafs und Jahrzehnten langsamen Erwachens gehört die Region GRUNEN heute zu den am schnellsten wachsenden Bereichen in der SimNation. Das schnelle Wachstum hat seinen Preis: unkontrollierte Entwicklung und Zersiedlung.

Area under Review for City Journal Entry 3

Obwohl die Region GRUNEN riesig ist, ist der bebaubare Raum klein. Dies gilt insbesondere für das Dorf GRUNEN. Die alten, hohen Nadelbaumwälder schränken die Flächenauswahl bei der Bebauung stark ein.

Zunehmend ist erkennbar, dass eine weitere unkontrollierte Entwicklung zu negativen Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt und das soziale Gefüge führen wird. Die Bürgerschaft des Dorfs GRUNEN hat daher beschlossen, einen Flächennutzungsplan aufzustellen. Nach fast zweijähriger Planung unter Bürgerbeteiligung beschloss die Bürgerschaft folgenden Flächennutzungsplan:

Flächennutzungsplan der Stadt GRUNEN, SC4, SimCity 4Click on image to open a new window with the Land Use Plan in original size.

Der Plan zeichnet die zukünftige geordnete Entwicklung des Dorfes vor. Interessant ist:

  1. Es sind fast ausschließlich gemischt genutzte Gebiete und Wohngebiete geplant, denn die Region ist einfach noch zu klein für reine Industrie- oder Gewerbegebiete; einzige Ausnahme ist die Rethtal Whisky Destillerie, die einen vergleichsweise großen Raum einnimmt.
  2. Es ist bereits eine Wasserversorgungseinrichtung geplant. Sie liegt in dem wenig mit Schmutzwasser belasteten Gebiet bei der Gruneburg an der bereits bestehenden Quelle der Rethtal Whisky Destillerie.
  3. Der Plan sieht Flächen für die Erweiterung der Schule vor. Derzeit hat das Dorf nur ein kleines Schulhaus, es ist aber geplant, dieses um einen Sportplatz zu erweitern.
  4. Die Bürgerschaft rechnet mit einer deutlichen Zunahme des Durchgangsverkehrs. Dieser soll entlang der gelb markierten Straße durch das Dorf geführt werden, um die Entwicklung im Zentrum zu fördern. Dazu soll eine Befestigung, möglicherweise auch eine Asphaltierung der Straße erfolgen.
  5. Der Plan weist einige für zukünftige Entwicklung gesperrte Flächen aus. Dies sind Flächen über die sich die Fraktion der Naturschützer und die Fraktion der Wirtschaftsförderer im Planungsprozess nicht einigen konnten. Die Flächen wurden daher weder als Naturschutzgebiet noch als Mischgebiet ausgewiesen, sondern zunächst ohne Zweckbindung für die Nutzung gesperrt.

Nun brach die große Stunde der (neu errichteten) Bauordnungsbehörde an. Sie glich den jetzigen Entwicklungsstand der Umgebung mit der Planung ab:

Overlay of Land Use Plan and real development

Bei diesem Abgleich stellte die Bauordnungsbehörde fest, dass sich in einem der Landwirtschaft vorbehaltenen Bereich eine Splittersiedlung zu verfestigen drohte:

Overlay of Land Use Plan and real development, Problem Zone

Die Begründung des Flächennutzungsplans sah für „Splittersiedlungen“ folgendes vor:

„Eine Splittersiedlung ist gekennzeichnet durch in einem engeren räumlichen Bereich liegende Bauten, die in keiner organischen Beziehung zu den im Zusammenhang bebauter Ortsteile stehen und für sich selbst auch einen solchen Ortsteil nicht darstellen. Splittersiedlungen sind zu vermeiden, um eine „Entwicklung unorganischer Siedlungsstruktur“ und damit eine Zersiedlung des Außenbereichs zu verhindern.“

Daraufhin nahm die Bauordnungsbehörde sofort eine Ortsbesichtigung vor. Vor Ort bestätigte sich, dass sich in einem für Landwirtschaft reservierten Bereich eine Siedlung ausgebreitet hatte. Die Bewohner hatten sogar einen eigenen Feldweg als Zufahrt angelegt:

Picture of Splinter Development

Und die Behörden baten zum Tanz:

Über der Siedlung öffneten sich die Tore des Himmels und eine dunkle Stimme sprach: „Ihr sollt nicht bauen wider meinem Worte!“

Die Bewohner der Siedlung wendeten ihren Blick nach oben und sahen – nichts. Dann wendeten sie ihren Blick zum Briefkasten und sahen ein behördliches Einschreiben mit der Aufforderung, ihre Häuser zurückzubauen.

Die Bewohner verließen ihre Häuser nicht.

Erneut öffneten sich die Tore des Himmels und eine noch tiefere Stimme sprach: „Nimm das:“

Die Bewohner wendeten ihren Blick zur Zufahrt der Siedlung und sahen eine lange Reihe Bagger und schweres Räumgerät.

Die Bewohner verließen ihre Häuser nicht.

Und ein weiteres Mal öffneten sich die Tore, diesmal aber nicht des Himmels, sondern der Hölle und ein Brummen und Krachen war zu hören.

Die Bewohner wendeten ihren Blick zu ihren Häusern und sahen:

Abriss.jpg

Das entschlossene Vorgehen der Bauordnungsbehörden stieß im Dorf GRUNEN auf allgemeine Zustimmung. Die geordnete Entwicklung des eigenen Dorfes war den meisten Bewohnern wichtiger als das Schicksal der von der Räumung Betroffenen. So konnten nach der Räumung innerhalb kürzester Zeit landwirtschaftliche Betriebe auf den geräumten Flächen angesiedelt werden:

Changing splinter development into agricultural zone

…und derweil in der Bauordnungsbehörde…ließ der Behördenleiter für seine neue Behörde Briefpapier drucken…teures Briefpapier mit Wasserzeichen: „imperare, vetare, punire“ (befehlen, verbieten, bestrafen). Er lehte sich in seinem Stuhl zurück, grinste und war der glücklichste Mensch auf der Welt.

Das war es wieder einmal aus GRUNEN. Bleibt dran, ich freue mich auf Euch!



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3 Comments


Vielen Dank!

Schön, dass mal einer die deutschen Seiten anschaut. Es scheint nicht mehr viele deutsch-sprechende SimCity Spieler zu geben.

Und sehr nett, dass Du Dir die Mühe machst, auf Deutsch zu kommentieren!

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